Sicherheitsaudit

Ihr Partner für Sicherheitsaudits von Straßen (SAS)

Während durch technologische Fortschritte die Sicherheit in den Fahrzeugen stetig verbessert und auch die Schwere der Unfälle deutlich herabgesetzt wurde, werden immer noch Straßen geplant und gebaut, bei denen die Möglichkeiten einer verkehrssicheren Gestaltung nicht vollständig ausgeschöpft sind.

Nach der allgemeinen Auffassung ist Sicherheit im Straßenwesen dann gewährleistet, wenn die Vorgaben der Regelwerke eingehalten werden. Dennoch kommt es auch auf neuen Straßen zu schweren Unfällen, teilweise sogar zu Unfallhäufungen, die auf unübersichtliche Straßengestaltungen schließen lassen. Vor dem Hintergrund des Ziels des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC), die Zahl der Verkehrstoten in Europa drastisch zu verringern, steigen auch die Erwartungen an Straßenplanungen hinsichtlich der Verkehrssicherheit.

Das höchste Konfliktpotenzial im Verkehrsablauf ergibt sich auf Innerortsstraßen, jedoch sind die Folgen von Unfällen auf Außerortsstraßen schwerer. Für uns steht bei Planungen die Verkehrssicherheit im Fokus. Wir möchten dazu beitragen, präventiv sowohl die Anzahl der Unfälle insgesamt als auch die Schwere der Unfälle nachhaltig zu reduzieren.

Sicherheitsaudit – weitere Informationen

Mit Hilfe des Sicherheitsaudits von Straßen (SAS) als Instrument der Verkehrssicherheitsarbeit werden Straßenplanungen hinsichtlich der Verkehrssicherheit systematisch und unabhängig überprüft. Das Audit wirkt als „Unfallprophylaxe“ und gehört für den Auftraggeber zum Qualitätsmanagement. Generell können Sicherheitsaudits für alle Straßen durchgeführt werden. Grund ist, dass sich keine Kriterien zur Projektabgrenzung wie z. B. Straßenkategorie, Kosten und Baulastträger für die Durchführung eines Sicherheitsaudits angeben lassen. Auch die Projektgröße (Kosten, Verlagerungen) kann kein Ausgrenzungskriterium sein, denn selbst bei kleinen Projekten haben sich große Sicherheitsdefizite herausgestellt.

Das primäre Ziel eines Sicherheitsaudits begründet sich in der Optimierung der Verkehrssicherheit. Es sollen daher Straßen im Neu-, Um- oder Ausbau so sicher wie möglich gestaltet werden, um Unfallgefahren zu minimieren.

Die Ziele eines Sicherheitsaudits bestehen im:

  • Aufdecken und Vermeiden von Sicherheitsdefiziten bei der Planung von Straßen
  • Optimieren der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer
  • Reduzieren von Unfallkosten
  • Vermeiden zusätzlicher Kosten für einen späteren Umbau von Unfallschwerpunkten
  • Dieser Prozess soll bewirken, dass die neu-, um- oder ausgebaute Verkehrsanlage dem Bedürfnis der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer (Kraftfahrer, Radfahrer und Fußgänger) gerecht wird und Sicherheitsrisiken minimiert werden.

Bei der Planung von Straßen ist eine ganzheitliche Betrachtung aller Belange wichtig. Das Sicherheitsaudit hingegen schenkt dem Aspekt der Verkehrssicherheit in allen Planungsphasen eine besondere Beachtung. Allgemein ist eine frühzeitige Einbindung sinnvoll, da so der Aufwand für folgende Auditphasen entsprechend geringer ausfällt und auch Änderungen in der Planung leichter durchgeführt und akzeptiert werden können.

Innerhalb des Projektablaufs ergeben sich abhängig vom Planungsstand im Wesentlichen vier Auditphasen:

  • Auditphase 1 – Vorplanung
  • Auditphase 2 – Entwurfsplanung
  • Auditphase 3 – Ausführungsplanung
  • Auditphase 4a – Verkehrsfreigabe (vor Verkehrsfreigabe)
  • Auditphase 4b – Verkehrsfreigabe (nach Verkehrsfreigabe) – 1. Bestandsaudit

Bisherige Erfahrungen mit Sicherheitsaudits haben gezeigt, dass durchweg eine Erhöhung der Verkehrssicherheit erzielt werden konnte, wobei die Kosten für dieses Verfahren weit unter einem Prozent der tatsächlichen Straßenbaukosten lagen. Berücksichtigt man die erheblichen Einsparungen durch verhinderte Unfälle, ergibt sich aus der Durchführung von Sicherheitsaudits ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen.

Oft wird es erforderlich, auch auf Bestandsstraßen die Potenziale der Verkehrssicherheit auszuloten. Hierbei kann ein Bestandsaudit von Straßen entscheidende Erkenntnisse für die Abwägung wirksamer Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit hervorbringen, die allein aus den Ergebnissen von Unfallanalysen und Verkehrsschauen nicht abgeleitet werden können. Das Bestandsaudit bedient sich dabei der Systematik eines Sicherheitsaudits. Im Übrigen ist bereits die Phase 4 b (Verkehrsfreigabeaudit – nach der Verkehrsfreigabe) ein Bestandsaudit.

Die Kosten für ein Audit sind im Verhältnis zu den allgemeinen Kosten sehr gering. Dies gilt insbesondere im Verhältnis zu den eingesparten Unfallkosten.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Darüber hinaus schaffen wir Schnittstellen zu unseren übrigen Leistungsbereichen wie der Verkehrsplanung, der Straßenverkehrstechnik und dem Straßenentwurf. Für Sie bedeutet das ein hohes Maß an Synergieeffekten durch die Bearbeitung verschiedener Themengebiete eines Projekts in einem Haus.