Verkehrssimulation zur Öffnung der Friedrichstraße im Zuge des Neubaus der U5 in Berlin

Beschreibung

Im Rahmen der Planfeststellung für den Neubau der U-Bahnlinie 5 wurde eine frühzeitige Öffnung der Fried­richstraße festgelegt, die deutlich vor dem Abschluss der Baumaßnahmen an der U-Bahn erfolgen sollte. Dies löste Bedenken aus, da erhebliche verkehrliche Stö­rungen und damit verbundene Rückstaus in die Friedrichstraße erwartet wurden.
Über eine von HOFFMANN-LEICHTER durchgeführte Verkehrssimulation wurden die verkehrlichen Auswirkungen aufgezeigt. Hierzu wurde das Umleitungsnetz für den U-Bahnbau in einem Si­mulationsmodell mit den bauzeitlichen Lichtsignalanlagen und Straßenraumaufteilungen ver­sorgt. Ein wesentliches Resultat war, dass die Öffnung der Friedrichstraße keinen Gewinn weder für die Gewerbetreibenden vor Ort als auch für den U-Bahnbau darstellte.

Erbrachte Leistungen

  • Erstellen eines Simulationsnetzes in VISSIM für den Bereich Unter den Linden und Friedrichstraße. Das Simulationsnetz umfasst das Gebiet zwischen dem Brandenburger Tor und der Museumsinsel sowie dem Reichstagufer bis zur Französischen Straße
  • Versorgen von 16 LSA mit entsprechenden Signalprogrammen
  • Versorgen der aktuellen Verkehrsbelastungen für MIV, ÖPNV, Baustellen- und Fußgängerverkehr
  • Besondere Berücksichtigung des FG-Aufkommens aufgrund der unterbrochenen Linie U6
  • Erstellen von zwei Varianten: Wiedereröffnung der Friedrichstraße für beide Fahrtrichtungen sowie lediglich für die Richtung Süd nach Nord
  • Erfassen der Verlustzeiten für den ÖPNV und den Baustellenverkehr, insbesondere für Betonmischer
  • Erzeugen von Simulationsvideos in 3D
  • Erstellen einer Ergebnisdokumentation

Auftraggeber

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) – AöR