HL Aktuell 2/2015

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Die historische Bösebrücke auf der Grenze zwischen den Berliner Stadtteilen Wedding und Pankow muss saniert werden. Von HOFFMANN-LEICHTER wurden für dieses Bauvorhaben umfangreiche Untersuchungen und Vorplanungen durchgeführt, damit der Verkehr auch während der Bauzeit möglichst ungehindert fließen kann und die angrenzenden Anlieger nicht zu stark belastet werden.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) plant ab ca. Juli 2015 die Bösebrücke zu sanieren, die auf einer der bedeutenden Verkehrsachsen in Ost-West-Richtung liegt. Da die Brücke das hohe Verkehrsaufkommen von täglich über 30.000 Kfz-Fahrten langfristig nicht mehr aufnehmen kann, soll zum einen der Korrosionsschutz erneuert und zum anderen das Eigengewicht der Brücke durch einen neuen Fahrbahnaufbau reduziert werden. Die Bauzeit beträgt ca. 2 Jahre.

HOFFMANN-LEICHTER wurde von SenStadtUm mit der Erstellung eines Verkehrs- und Immissionsgutachtens beauftragt, um die Auswirkungen auf einer möglichen Umleitungsroute zu überprüfen und die bauzeitliche Verkehrsführung zu planen. Dabei wurden die Auswirkungen der Baumaßnahme auf das angrenzende Straßennetz untersucht. Es wurden Umlegungsrechnungen für den Verkehr durchgeführt, Emissionen und Immissionen berechnet und die Ergebnisse ausgewertet. Abschließend wurde festgestellt, dass eine Umleitung des Verkehrs der Bornholmer Straße in östlicher Fahrtrichtung über den Straßenzug Jülicher Straße – Behmstraße – Malmöer Straße möglich ist. Sowohl in der Jülicher Straße als auch in der Malmöer Straße wurde für den Bauzeitraum eine 2-streifige Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Die Fahrbahnen der Jülicher Straße und der Malmöer Straße wurden im Vorfeld bereits grundhaft ertüchtigt, um die Lärmemissionen zu reduzieren. Hierzu wurde das schadhafte Großsteinpflaster durch einen Flüsterasphalt im Fahrbahnbereich ersetzt. Für eine weitere Reduzierung der Luft- und Lärmemissionen sorgt eine Koordinierung der Lichtsignalanlagen auf der Umleitungsroute. Diese werden umfänglich an die geänderte Verkehrsführung angepasst. Der Lkw-Verkehr in östlicher Fahrtrichtung wird großräumig über die Brunnenstraße und Eberswalder Straße umgeleitet, um die verkehrlichen Auswirkungen für die Anwohner an der Umleitungsroute weiter zu minimieren. Der Verkehr in westlicher Fahrtrichtung verbleibt während der gesamten Bauzeit auf der Bornholmer Straße. Die bauzeitliche Verkehrsführung wurde von HOFFMANN-LEICHTER in enger Abstimmung mit der Verkehrslenkung Berlin geplant und in entsprechenden Verkehrszeichen- und Markierungsplänen dargestellt.

Durch die Erarbeitung der Verkehrs- und Immissionsgutachten sowie die Planung der bauzeitlichen Verkehrsführung aus einer Hand ist ein optimierter Verkehrsablauf erreicht worden, der auch die Beeinträchtigung der Anwohner und der Verkehrsteilnehmer auf ein Minimum reduziert.
HOFFMANN-LEICHTER betreibt seit vielen Jahren ein betriebliches Gesundheitsmanagement und unterstützt seine Mitarbeiter so zum einen bei der Organisation und Durchführung von internen Sportgruppen sowie zum anderen bei der Teilnahme an externen Sportveranstaltungen. Dabei steht nicht der Leistungsport im Vordergrund, sondern der Spaß an der Bewegung im Team.

Deshalb nahm HOFFMANN-LEICHTER - wie schon in den vergangenen Jahren - auch dieses Jahr wieder erfolgreich am Berliner Firmenlauf teil. Am 12. Juni 2015 gingen gegen 20 Uhr bei rund 30°C und Sonnenschein mehrere tausend Läufer an den Start vor dem Brandenburger Tor. Darunter auch 5 Mannschaften (je 3 Läufer) von HOFFMANN-LEICHTER. Die Strecke von rund 5,5 km, die um das Holocaust-Denkmal sowie entlang der Tiergartenstraße, dem Reichpietschufer und der Hofjägerallee bis zur Siegessäule führte, legten die Mitarbeiter von HOFFMANN-LEICHTER in rund 21 bis 31 Minuten zurück. Damit sind sie insgesamt sehr schnell unterwegs gewesen. Das wöchentliche Training in der Firmen-Laufgruppe hat das Team von HOFFMANN-LEICHTER dafür fit und schnell gemacht.

Neben der Laufgruppe organisieren sich die Mitarbeiter von HOFFMANN-LEICHTER auch zum regelmäßigen Fußball- sowie zum Volleyball- oder Badmintonspiel. So fördern die sportlichen Gruppenaktivtäten die Teambildung auch außerhalb des Büros.
Als Fachplaner für Verkehrsprojekte legt HOFFMANN-LEICHTER Wert auf Genauigkeit und Effizienz. Das gilt auch bei der Erfassung von Verkehrsdaten als Grundlage für Verkehrsgutachten, Prognosen sowie Standort- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und verkehrstechnische Planungen. Fehler im frühen Planungsstadium sind später kaum zu kompensieren. Aus diesem Grund verlassen wir uns hierbei auf einen Spezialisten für videogestützte Verkehrsdatenverarbeitung – MIOVISION.

Seit November 2014 nutzt HOFFAMN-LEICHTER das Videosystem von MIOVISION zur Erfassung von Verkehrsdaten in zahlreichen Projekten. Dabei wird an einem auf bis zu 6 m ausziehbaren Teleskopmast eine flexibel verstellbare Videokamera mit Weitwinkelobjektiv befestigt. Durch diesen Aufbau ist es uns möglich, individuelle Aufnahmen aller für die Erhebung relevanten Zu- und Ausfahrten an Knotenpunkten sowie Bewegungen von Verkehrsteilnehmern anzufertigen, ohne dass es dabei zu Einschränkungen in den Sichtbeziehungen während der Verkehrserhebung kommen kann. Die optimale Einrichtung der Kameraansicht kann direkt am Verkehrszählgerät überprüft werden, um so Fehler bei der Erfassung zu vermeiden. Auch die Programmierung der Zählzeiträume und die Prüfung des Geräts (beispielsweise des Akkustands sowie der Soft- und Hardware) kann unmittelbar erfolgen.

Nach Durchführung der Erhebung am Zählstandort erfolgt zur anschließenden weiteren Datenverarbeitung der einfache Upload der Videos auf die Online-Plattform von MIOVISION. Hier werden diese innerhalb von wahlweise 24, 48 oder 72 Stunden mit einer garantierten Genauigkeit von 95 % ausgewertet. Die Erhebung der Zähldaten kann dabei differenziert nach Fahrzeugklassifizierungen (Pkw, leichte und schwere Lkw, Busse, Motorräder und Fahrräder) und Fußgängern erfolgen. So ist es uns möglich, zu jeder Zeit und bei jedem Wetter kosteneffizient zuverlässige Verkehrserhebungen der folgenden Arten durchzuführen:

  • Knotenpunktzählungen,
  • Kreisverkehrszählungen,
  • Querschnitterhebungen für Fahrzeuge aller Art,
  • Zeitlückenerfassungen,
  • Querschnitterhebungen und Knotenpunkterhebungen für Radfahrer und Fußgänger.
Die so ermittelten Daten dienen HOFFMANN-LEICHTER als Grundlage für die Analyse bestehender Verkehrssituationen und bilden damit die Basis unserer Projekte.
Im Zuge der geplanten Erweiterung der Lager- und Logistikkapazitäten des Möbelfachmarkts Höffner durch die KRIEGER Grundstück GmbH sieht die Stadt Leuna die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 55 „Südfläche des Saaleparks“ vor. Durch den angedachten Ausbau ist eine Zunahme des Straßenverkehrsaufkommens zu erwarten. Damit auch weiterhin sowohl die Verkehrssicherheit als auch ein stabiler Verkehrsablauf im betroffenen Plangebiet gewährleistet werden kann, wurde HOFFMANN-LEICHTER mit der verkehrlichen Untersuchung des Gebiets beauftragt.

Unser Tätigkeitsspektrum beinhaltete die umfassende Analyse und Bewertung sowohl der unmittelbar auf dem Gelände des Saaleparks liegenden Knotenpunkte als auch der direkt anschließenden Knotenpunkte des übergeordneten Netzes sowie der Anschlussstelle A 9 im Bestand und im Planfall. Zudem wurden das Stellplatzangebot und der künftige Stellplatzbedarf betrachtet.

Auf Grundlage von eigenen verifizierten Verkehrserhebungen ergab die Bestandsanalyse durch HOFFMANN-LEICHTER, dass die Leistungsfähigkeit an den durch das Vorhaben betroffenen Knotenpunkten ausreichend hoch ist und keine wesentlichen Einschränkungen im Verkehrsablauf bestehen.

Die Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen des durch die Erweiterung zusätzlich zu erwartenden Lieferverkehrs erfolgte im Sinne einer sicheren Beurteilung unter Berücksichtigung eines „worst-case“-Szenarios. Trotz dieses hohen Ansatzes wurde festgestellt, dass das zusätzliche Verkehrsaufkommen im Vergleich zum Bestand sehr gering ist. Ein wesentlicher Teil des zusätzlichen Verkehrs wird außerhalb des maßgebenden Kundenverkehrs bzw. der Hauptverkehrszeit abgewickelt.

Bei der Ermittlung des vorhandenen Stellplatzangebots und des zukünftigen Stellplatzbedarfs wurde festgestellt, dass eine Abwicklung mit den bereits bestehenden Stellplätzen möglich ist. Für das zusätzliche Lkw-Aufkommen wurden im Rahmen der Planung ausreichend Aufstellflächen auf dem Gelände vorgesehen. Die Stellplatzkapazitäten für den Lieferverkehr sind ausreichend hoch und bieten darüber hinaus weitere Reserven.

Durch das von HOFFMANN-LEICHTER erstellte Verkehrsgutachten wurde gezeigt, dass zukünftig auch mit Verwirklichung der erweiterten Lager- und Logistikkapazitäten eine leistungsfähige Erschließung des Plangebiets und ein stabiler Verkehrsablauf im angrenzenden Straßennetz gewährleistet werden kann. Eine Zunahme bereits vorhandener Beeinträchtigungen an einzelnen hoch belasteten Tagen ist durch die geplante Erweiterung nicht anzunehmen.