HL Aktuell 2/2018

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Seit Oktober 2016 ist HOFFMANN-LEICHTER auch in Leipzig mit einer Niederlassung vertreten, die von unserem langjährigen Mitarbeiter Herrn Dipl.-Ing. Christian Hecht geleitet wird. Diese Niederlassung befindet sich in einem schönen Altbau aus der Gründerzeit, in der Leibnizstraße 6, am Rande des prachtvollen Waldstraßenviertels. Neben der unmittelbaren Nähe zum Stadtzentrum zeichnet sich diese Lage auch durch eine hervorragende ÖPNV-Anbindung aus: So ist das Büro vom Leipziger Hauptbahnhof aus binnen weniger Minuten mit der Straßenbahn zu erreichen.

In den ersten Monaten des Bestehens wurde unser Leipziger Team von einem Kern aus zwei Mitarbeitern gebildet. Zwischenzeitlich ist es auf vier Ingenieure angewachsen, die von studentischen Mitarbeitern unterstützt werden. Ebenso wie der Stammsitz in Berlin bedient unser Büro in Leipzig ein breit gefächertes Spektrum an Disziplinen. So werden Projekte in den Bereichen Verkehrsplanung, Straßenverkehrstechnik und Immissionsschutz bearbeitet.

Trotz unserer noch jungen Geschichte am Standort Leipzig gibt es bereits viele Beispiele für regionale Projekte. So sind wir beispielsweise in der Verkehrsentwicklungsplanung für die Stadt Markkleeberg aktiv. Für die Stadt Riesa überarbeiten wir derzeit, ebenfalls im Rahmen der kommunalen Verkehrsentwicklungsplanung, das Analyse-Verkehrsmodell sowie das Prognose-Verkehrsmodell 2030. Für die Stadt Eilenburg wurde kürzlich ein Verkehrskonzept erstellt, welches die verkehrliche Entwicklung in einem Teilbereich des Stadtteils Eilenburg-Ost untersucht. Im Rahmen der aktuellen Runde der EU-Umgebungslärmkartierung unterstützen wir zudem die Stadt Radeberg bei ihrer Lärmaktionsplanung.

Aufgrund der bisher sehr positiven Entwicklung planen wir, auch perspektivisch in Leipzig zu wachsen und unser Team zu erweitern. Als erster Schritt in diese Richtung wurden zum Juli 2018 weitere Räume am selben Standort hinzugemietet.

Zwischen unseren beiden Standorten findet ein reger Austausch statt. Auf diese Weise tragen unsere Leipziger Kollegen mit ihrem Knowhow auch zum Erfolg von Projekten bei, die an unserem Stammsitz in Berlin angesiedelt sind und umgekehrt. Für unsere Kunden bedeutet dies, dass standortübergreifend jederzeit ein hohes Maß an Fachkompetenz und Flexibilität bereitgestellt werden kann.
Im Zuge des Entwurfs von Straßenverkehrsanlagen ist oftmals die Einbeziehung der technischen Ausrüstung erforderlich. Für den Neubau eines Fußgängerüberwegs in der Lepsiusstraße in Berlin Steglitz-Zehlendorf sowie den grundhaften Ausbau der Bergstraße in Wildau mussten die entsprechenden Beleuchtungen unter Berücksichtigung der geltenden Normen und Vorschriften umfänglich neu geplant werden. HOFFMANN-LEICHTER hat in beiden Fällen alle Leistungen vom Entwurf über die Ausschreibung bis zur Bauleitung erbracht.

In der Lepsiusstraße, auf Höhe der Ahornstraße, waren zwei neue Beleuchtungsanlagen für einen neuen Fußgängerüberweg aufzustellen. Es wurden dazu innenbeleuchtete Verkehrszeichen (Z 350) verwendet. Neun alte Bestandsleuchten waren durch neue Leuchten zu ersetzen, um die nach DIN-Norm geforderten Beleuchtungswerte für die Adaptionsstrecke von 100 m zu erreichen.

In der Wildauer Bergstraße entsprach die vorhandene Straßenbeleuchtung in keiner Weise den Vorgaben der DIN-Normen für eine bedarfsgerechte Straßenbeleuchtung. Im Rahmen des grundhaften Ausbaus der Bergstraße war daher auch die Erneuerung der Straßenbeleuchtung vorgesehen.

Die 30 Bestandsleuchten wurden von der Stromversorgung abgetrennt und komplett demontiert. Neu geplant wurden 36 beidseitig der Fahrbahn aufgestellte Leuchten. Der Abstand der Leuchten beträgt ca. 34 m und die Lichtpunkthöhe 8,0 m. Die Leuchten sind Ansatzleuchten an Peitschenmasten mit einer Auslegerlänge von 1,5 m, die 1,0 m von der Fahrbahnkante entfernt stehen. Somit liegt der Lichtpunkt 0,5 m vom Fahrbahnrand in Richtung Fahrbahnmitte. Diese Lichtpunktlage ist zusammen mit der versetzten Aufstellung Gewährleistung dafür, dass nicht nur die Fahrbahn der Bergstraße, sondern auch die Nebenanlagen (Geh- und Radwege, Parkbuchten) genügend ausgeleuchtet sind.

Ausgehend von den jeweiligen örtlichen Beleuchtungssituationen wurden durch HOFFMANN-LEICHTER die lichttechnischen Berechnungen durchgeführt und die erforderlichen Werte für die ausgewählten Leuchten und deren Lage nachgewiesen. Nach erfolgreicher Ausschreibung und Bauüberwachung durch unser Büro konnten der Fußgängerüberweg an der Lepsiusstraße in Berlin sowie die Bergstraße in Wildau in neuem Licht erstrahlen.
Im Bezirk Pankow, Ortsteil Karow, plant das Land Berlin den Neubau einer rund 1,3 km langen Verbindungsstraße zwischen dem vorhandenen Anschluss an die B 2 (Straße Am Luchgraben) und dem Knotenpunkt Alt-Karow/Bahnhofstraße. Die neue Straßenverbindung verläuft in weiten Teilen in derzeit unbebauten Bereichen. Vor dem Hintergrund und der Zielstellung, das Gebiet flächendeckend zu bebauen, ist sie als übergeordnete regionale Hauptverkehrsstraße geplant. Im Rahmen des noch laufenden Projekts werden von HOFFMANN-LEICHTER die Objektplanungen der Verkehrsanlagen und der technischen Ausrüstung erarbeitet sowie Fachgutachten erstellt.

Der Nordostraum, zwischen dem Pankower Zentrum und der Stadtgrenze bei Buch, ist einer der größten Entwicklungsräume Berlins. Mit der neuen Verbindungsstraße soll das übergeordnete Hauptstraßennetz vervollständigt und eine effektivere Verteilung der Verkehrsströme erreicht werden. Die hoch belasteten Radialstraßen Alt-Karow - Blankenburger Chaussee - Karower Damm und B 2 erhalten somit eine Querverbindung zur Feinverteilung des Quell- und Zielverkehrs in Karow.

Im Rahmen der Vorplanung wurden 12 mögliche Varianten der Linienführung erarbeitet. Für den Vergleich der einzelnen Varianten untersuchte HOFFMANN-LEICHTER sowohl stadtplanerische und verkehrliche Wirkungen als auch Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft sowie die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme und stellte diese gegenüber. Mit Hilfe des formalisierten Abwägungs- und Rangordnungsverfahrens wurde die Vorzugsvariante ermittelt. Für die Weiterentwicklung der Vorzugsvariante in der Entwurfsplanung erbrachte HOFFMANN-LEICHTER folgende Leistungen: Planung von Lichtsignalanlagen, lichttechnische Berechnungen, Durchführung von Luftschadstoff- und Lärmschutzuntersuchungen sowie die Koordinierung anderer Planungen, wie z. B. der Entwässerungsplanung der Berliner Wasserbetriebe.

Im für die Erlangung des Baurechts erforderlichen Planfeststellungsverfahren bereitete HOFFMANN-LEICHTER nicht nur sämtliche Unterlagen entsprechend vor, sondern wirkte auch bei der Auslegung der Planung, beim Verfassen der Stellungnahmen zu den umfangreichen Einwendungen und beim anschließenden Erörterungstermin fachkundig mit.
Die Bundesautobahn A 113 als Verbindung zwischen der Berliner Stadtautobahn A 100 und dem Berliner Ring A 10 ist mit einem Verkehrsaufkommen von über 100.000 Kfz / 24 h eine der meistbefahrenen Straßen Berlins. Aufgrund von Schäden an der Fahrbahn durch Alkali-Kieselsäure-Reaktionen, auch „Betonkrebs“ genannt, musste der Belag zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und eines störungsfreien Verkehrsflusses ausgetauscht werden. Im Bereich zwischen dem Autobahndreieck Neukölln und der Anschlussstelle Stubenrauchstraße wurden daher die Betonfahrbahnen beider Richtungen abgebrochen und in Asphalt neu hergestellt.

Von HOFFMANN-LEICHTER wurde ein nahräumiges Verkehrskonzept sowie ein weiträumiges Hinweiskonzept für Ausweichtrassen erstellt, um die erforderlichen Bauarbeiten unter Aufrechterhaltung des Autobahnverkehrs durchführen zu können. Ziel war es, die direkten Auswirkungen des Bauablaufs auf den Verkehr gering zu halten sowie eine sichere und effiziente Führung während der Bauzeit zu ermöglichen.

Dazu wurden im Zuge mehrerer Ortsbesichtigungen die Ausstattung des verkehrlichen Bestands aufgenommen sowie die Möglichkeiten einer vierstreifigen Verkehrsführung auf einer Richtungsfahrbahn (zwei Fahrstreifen stadteinwärts, zwei Fahrstreifen stadtauswärts) eruiert. Auf dieser Grundlage wurde die Verkehrsführung für zwei Hauptbauphasen, je eine pro Fahrbahn, unter Überleitung des Verkehrs auf die Gegenfahrbahn, festgelegt. Da nicht alle Rampen der betroffenen Anschlussstellen aufrechterhalten werden konnten, war die Einrichtung von Ausweichtrassen notwendig. Hierfür wurden das umzulegende Verkehrsaufkommen errechnet, mögliche Routen für die einzelnen Bauphasen ermittelt und die Leistungsfähigkeit ohne und mit Anpassung betroffener Knotenpunkte überprüft. Im Ergebnis wurde die Steuerung einiger stationärer Lichtsignalanlagen angepasst sowie eine provisorische Lichtsignalanlage mit verkehrsabhängiger Steuerung geplant und eingerichtet.

Zudem wurden, in enger Kooperation mit dem Planer für die Sanierungsarbeiten und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Ausschreibungsunterlagen erstellt.

Trotz des nicht unerheblichen Verkehrsaufkommens auch während der Sommerzeit konnten die gesetzten Ziele mit der geplanten Verkehrsführung auf der A 113 sowie den optimierten Ausweichtrassen erreicht werden.