Ein Unternehmen der Treysta

Märkisches Zentrum Berlin-Reinickendorf

Verkehrstechnische Untersuchung

Im Zuge der Planungen zum Umbau des Märkischen Zentrums im Berliner Bezirk Reinickendorf durch die MZ Holdings S. à r. l. war eine verkehrstechnische Untersuchung durchzuführen. Das Vorhaben umfasst die Entwicklung von Geschosswohnungsbau sowie Einzelhandelsnutzungen. Bereits im Jahr 2020 lag eine Baugenehmigung für ein Nutzungskonzept mit einem höheren gewerblichen Anteil vor. Die verkehrstechnische Untersuchung für dieses frühere Vorhaben wurde ebenfalls durch HOFFMANN-LEICHTER erstellt.

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Seit 2024 begleitet HOFFMANN-LEICHTER das aktuelle Projekt und erarbeitete die verkehrstechnische Untersuchung für das angepasste Nutzungskonzept. Ziel der Untersuchung war es, die Verträglichkeit des zusätzlich entstehenden Verkehrsaufkommens im umliegenden Straßennetz sicherzustellen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts Wilhelmsruher Damm / Senftenberger Ring und der Zufahrt Senftenberg Ring / östliche Ein- und Ausfahrt im Planfall sowie auf der funktionsfähigen inneren und äußeren Erschließung des Plangebiets. Hierzu wurden unter anderem Befahrbarkeitsanalysen für Ver- und Entsorgungsverkehre sowie Untersuchungen zur Stellplatzsituation und zur Dimensionierung der Tiefgaragenzufahrten durchgeführt.

Zu Beginn der Untersuchung wurde eine umfassende Bestandsanalyse durchgeführt. Dabei wurden die bestehenden Anlagen für den Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr erfasst sowie relevante Fuß- und Radverbindungen im Umfeld des Plangebiets analysiert. Die Untersuchung zeigte, dass bereits im Bestand eine gute verkehrliche Erschließung im Umweltverbund vorliegt.

Zur Ermittlung des bestehenden Verkehrsaufkommens wurden Verkehrszählungen an maßgebenden Knotenpunkten durchgeführt. Ergänzend wurden die Verkehre zum Parkhaus der nördlich gelegenen Märkischen Zeile erfasst, um mögliche Potenziale für den ruhenden Verkehr zu identifizieren. Auf Grundlage des geplanten Nutzungskonzepts erfolgte anschließend die Ermittlung des zukünftigen Verkehrsaufkommens für den Bewohnenden-, Besuchenden-, Beschäftigten-, Kunden- sowie Wirtschaftsverkehr. Das zusätzliche Verkehrsaufkommen wurde im weiteren Verlauf entsprechend der zu erwartenden Tagesganglinien zeitlich verteilt.

Im Anschluss wurden die Auswirkungen des prognostizierten Verkehrsaufkommens auf das umliegende Straßennetz untersucht. Die Leistungsfähigkeitsermittlung zeigt, dass für alle betrachteten Planfälle ein stabiler und leistungsfähiger Verkehrsablauf gewährleistet werden kann. Zusätzliche Maßnahmen zur Sicherstellung einer konfliktfreien Verkehrsabwicklung auf den umliegenden Straßenabschnitten sind nicht erforderlich.

Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Organisation der Ver- und Entsorgungsverkehre. Für die Abfalllogistik wurde die Befahrbarkeit der vorgesehenen Verkehrsflächen für Entsorgungsfahrzeuge nachgewiesen und planerisch abgesichert. Hierbei wurden verschiedene Routenführungen geprüft und bewertet. Besondere Aufmerksamkeit galt der Situation im Nordosten des Plangebiets, in dem die Abwicklung der unterschiedlichen Verkehre – insbesondere der Entsorgungsverkehre im Zusammenspiel mit der künftigen Tiefgaragenzufahrt sowie der Zufahrt zum Parkhaus der Märkischen Zeile – untersucht wurde. Darüber hinaus wurden die Anlieferverkehre für den geplanten Supermarkt im Norden des Plangebiets sowie für die bestehende Märkische Zeile betrachtet.

Im Rahmen der verkehrstechnischen Untersuchung erfolgte eine enge Abstimmung mit den beteiligten Planungsbüros, darunter Iooarchitects und hutterreimann landschaftsarchitektur sowie mit den zuständigen Fachämtern des Bezirks Reinickendorf.

Im Dezember 2025 wurde die Baugenehmigung für das Vorhaben erteilt. Die Ergebnisse der verkehrstechnischen Untersuchung bildeten hierfür eine wesentliche Grundlage und trugen zur erfolgreichen Projektentwicklung bei.

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Pries Hannes

Hannes Pries

030 8872767-55